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Medizin 5

Direktor:
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen
Uni-Klinikum, Onkologie, Medizin 5

Das wertvollste Geschenk der Welt

Ehrung für Stammzellspender aus der Region am Uni-Klinikum Erlangen

Erlangen ist ein Lebensretter-Hotspot. Denn in und um die Hugenottenstadt engagieren sich besonders viele Menschen im Kampf gegen Leukämie. Rund 70 Frauen und Männer aus der Stadt und dem Landkreis sowie den angrenzenden Gemeinden konnten allein in den vergangenen fünf Jahren durch eine anonyme Knochenmark- oder Stammzellspende bei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) einem kranken Menschen die Chance auf ein neues Leben geben. Behandelt wurden die Patienten anschließend in der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie (Direktor: Prof. Dr. Andreas Mackensen) des Universitätsklinikums Erlangen. Damit das selbstlose Engagement hervorgehoben wird, veranstaltet die Stiftung AKB regelmäßig Spenderehrungen – wie auch jetzt am Uni-Klinikum Erlangen.
So viele Lebensretter auf einem einzigen Bild – ein seltener Anblick. Die Veranstaltung begleiteten Dr. Hans Knabe (l., Vorstand/Stiftung AKB) und Gabriele Klaußner (r., stellvertretende Landrätin/Landratsamt Erlangen-Höchstadt). Foto: Stiftung AKB

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 11.000 Menschen neu an Blutkrebs. Die Erkrankung befällt das blutbildende System im Knochenmark und sorgt dafür, dass sich die Leukozyten nicht mehr korrekt entwickeln – das Immunsystem wird geschwächt und der Körper dadurch anfällig für gefährliche Infektionen. Für viele Leukämiepatienten stellt daher eine Spende gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Heilung dar: Die Stammzellen können frisches Knochenmark bilden und den Körper so wieder mit gesunden Leukozyten versorgen.

Bei der Spenderehrung feierten Mitarbeiter der Medizin 5 des Uni-Klinikums Erlangen und der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern mit rund 70 Stammzellspendern aus rund 20 Gemeinden, darunter: Allersberg, Ansbach, Ammerndorf, Dachsbach, Dentlein am Forst, Eggolsheim, Erlangen, Feuchtwangen, Forchheim, Fürth, Hilpoltstein, Kirchehrenbach, Langenzenn, Markt Bibart, Neustadt/Aisch, Nürnberg, Oberasbach, Obernzenn, Oberscheinfeld, Scheinfeld, Schillingsfürst, Schwaig, Sugenheim, Uehlfeld, und Uffenheim. Die Gastgeber sind Prof. Mackensen, Direktor der Erlanger Medizin 5, und Dr. Hans Knabe, Vorstand der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern.

Stammzellen retten Leben

Zwar haben sich bereits mehr als 33 Millionen Menschen in ein weltweit vernetztes Register aufnehmen lassen, um einem genetisch passenden Patienten zu helfen, jedoch gibt es für jeden fünften Erkrankten noch immer keinen passenden Spender. Typisieren lassen kann sich jeder zwischen 17 und 45 Jahren, der gesund und in körperlich guter Verfassung ist. Dabei sind nur wenige Tropfen Blut oder ein Wangenabstrich und ein paar Minuten Zeit notwendig.

Übrigens: Eine Stammzell- oder Knochenmarkspende hat nichts mit dem Rückenmark zu tun.

Stammzellspenden finden heute meist ambulant über die Armvene statt. Nur in 20 Prozent der Fälle wählen die Transplanteure eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm.

Über die Stiftung AKB

Insgesamt betreut die Stiftung AKB heute über 320.000 potenzielle Spender vornehmlich aus Bayern. Bislang wurden schon über 4.500 Stammzellspenden vermittelt, täglich kommen drei bis vier neue dazu. Hauptaufgaben der Stiftung und ihrer hundertprozentigen Tochter, der Bayerischen Stammzellbank gGmbH, sind Ausbau und Verwaltung der Spenderdatei, die Vermittlung von Stammzellspendern sowie die Durchführung von Stammzell- und Knochenmarkentnahmen. Zur Finanzierung der Registrierung neuer Stammzellspender, die die aufwendige molekulargenetische Analyse der Gewebemerkmale umfasst, ist die Stiftung AKB auf Geldspenden angewiesen.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Mackensen
Telefon: 09131 85-35954
E-Mail: andreas.mackensenatuk-erlangen.de

 

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