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Medizin 5

Direktor:
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen
Medizin 5, Uni-Klinikum

Gemeinsam Leben retten

Typisierungsaktion am 03.11.2016 am Universitätsklinikum Erlangen

Am Donnerstag, 3. November 2016, von 10.00 bis 16.00 Uhr findet in den Hörsälen Medizin des Universitätsklinikums Erlangen, Ulmenweg 18, in Kooperation mit der Medizinischen Klinik 5 - Hämatologie und Internistische Onkologie (Direktor: Prof. Dr. Andreas Mackensen) eine Typisierungsaktion der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern statt. Alle Mitarbeiter, Studenten und Erlanger Bürger sind herzlich dazu eingeladen, sich als Stammzellspender zu registrieren, um vielleicht einmal zum Lebensretter eines anderen Menschen zu werden.

Allein in Deutschland erkranken jährlich ca. 11.000 Personen an bösartigen Blutkrankheiten wie Leukämie. Oftmals ist eine Stammzellspende die einzige Chance, um zu überleben. Bei einer Stammzellspende müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger möglichst identisch sein, damit die Verträglichkeit bei der Übertragung gewährleistet werden kann. Findet sich ein passender Stammzellspender, liegen die Heilungsaussichten bei 75 Prozent. Glücklicherweise lassen sich immer mehr Menschen bei Organisationen wie der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) registrieren und erweitern somit den weltweit vernetzten Pool an potenziellen Spendern. Dennoch wartet immer noch jeder fünfte Patient vergeblich auf einen passenden Spender. Daher findet am Donnerstag, 3. November 2016, in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18, in erlangen von 10.00 bis 16.00 Uhr eine Typisierungsaktion statt.

Doch welche Patienten brauchen überhaupt Blutstammzellen/Knochenmark?

Fällt das blutbildende System im Knochenmark krankheitsbedingt aus oder werden kranke Zellen gebildet, ist die Produktion von Blutzellen nicht mehr gewährleistet. Es kommt sehr schnell zu lebensbedrohlichen Krankheitserscheinungen wie Störungen der Immunabwehr, Blutungen, Blutarmut oder Blutkrebs (Leukämie).

Und wer kommt als Stammzellspender infrage?

Prinzipiell kann sich jede Person registrieren lassen, die zwischen 17 und 45 Jahre alt ist, mindestens 50 kg wiegt, in guter körperlicher Verfassung und gesund ist. Stammzellen kann man bis zum vollendeten 60. Lebensjahr spenden. Die Registrierung ist schon ab 17 Jahren möglich, die Aktivierung im internationalen Register erfolgt automatisch mit Eintritt der Volljährigkeit. Einige weitere Ausschlusskriterien sind auf der Website der AKB unter www.akb.de nachzulesen.

Wie kann man Spender werden?

Um in die weltweit verfügbare Spenderdatei aufgenommen zu werden, kann man zum Beispiel bei einer Typisierungsaktion teilnehmen. Dabei werden grundlegende Daten zur Person erfasst und Blut zur Merkmalsbestimmung entnommen. In einem aufwendigen Verfahren werden das Blut labortechnisch aufbereitet und die Gewebemerkmale bestimmt. Die Typisierung ist für jeden kostenlos, jedoch wird ausdrücklich um Geldspenden gebeten, da diese Verfahren teuer sind und weder vom Staat noch von den Krankenkassen getragen werden.

Was passiert, wenn der Fall eintritt, dass es tatsächlich eine Übereinstimmung mit einem Erkrankten gibt?

Zunächst wird der potenzielle Kandidat kontaktiert und kommt in eine Vorauswahl. Auf dieser Stufe erfolgen eine erneute Blutabnahme sowie eine gründliche Untersuchung, um den aktuellen Gesundheitszustand zu überprüfen. Außerdem wird der potenzielle Spender umfassend aufgeklärt. Schließlich entscheidet der transplantierende Arzt, wer als endgültiger Spender ausgewählt wird und welche der beiden derzeit verfügbaren Methoden der Stammzellspende durchgeführt wird. In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um eine Stammzellspende aus dem peripheren Blut. Dabei wird dem Spender über fünf Tage ein körperidentischer hormonähnlicher Stoff verabreicht. Dieses Medikament bewirkt, dass vermehrt Stammzellen gebildet werden, die dann über die Armvene aus dem Blut gewonnen werden. Diese Methode dauert vier bis fünf Stunden und wird ambulant durchgeführt. Bei den restlichen 20 Prozent handelt es sich um eine Knochenmarkspende. Hierbei werden die Stammzellen durch Punktion des Beckenkamms (nicht des Rückenmarks!) gewonnen. Das entnommene Knochenmark bildet sich im Körper in kurzer Zeit wieder vollständig nach. Der Spender wird am Morgen nach der Entnahme wieder aus der Klinik entlassen. Alle anfallenden Kosten werden dabei von der AKB übernommen. Da die Typisierung eines Spenders 50 Euro kostet, ist die AKB auf private Geldspenden und Sponsoren angewiesen.

Die kommende Typisierungsaktion wird unterstützt von:

  • Sparkasse Erlangen
  • ABF-Pharmazie
  • MLP Finanzdienstleistungen AG

Die Bankverbindung des Spendenkontos lautet:

Kreissparkasse München
Starnberg Ebersberg
IBAN: DE57 7025 0150 0022 3944 80
BIC/SWIFT: BYLADEM1KMS

Weitere Informationen:

Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern
Dr. Cornelia Kellermann
Telefon: 089 893266-123
E-Mail: ckellermannatakb.de

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