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Medizin 5

Direktor:
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen
Medizin 5, Uni-Klinikum, Onkologie

Neue Blutkrebs-Therapien sind ein Schwerpunkt des 7. Internationalen Zelltherapie-Symposiums

Mehr als 300 Forscher aus über 20 Nationen kommen am Donnerstag, 14. März 2013, für zwei Tage zum 7. Internationalen Zelltherapie-Symposium (Cellular Therapy 2013) in Erlangen zusammen. Führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet stellen in über 150 Vorträgen und Poster-Präsentationen verschiedene Themengebiete der zellulären Therapie vor. "Ziel dieser Veranstaltung ist es, alle zwei Jahre ein multidisziplinäres Forum zu bilden, das einen intensiven Gedankenaustausch zwischen Grundlagenforschern und Ärzten, die auf dem faszinierenden Gebiet der Zelltherapie arbeiten, ermöglicht", sagte der Organisator Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Erlangen, vor der Veranstaltung.

Unter Zelltherapie versteht man die Übertragung von körpereigenen oder von Spendern stammenden Zellen zur Behandlung verschiedener Erkrankungen. Die Übertragung von Stammzellen im Rahmen der Knochenmarktransplantation zur Behandlung bösartiger Bluterkrankungen, wie der Leukämie, hat eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die im Knochenmark enthaltenen Immunzellen des Spenders einen wichtigen Beitrag zum Erfolg dieses Therapieprinzips leisten.

Moderne Krebstherapie mit Immunzellen im Mittelpunkt

"Durch die Fortschritte in der zellulären und molekularen Medizin hat die Zelltherapie in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung erlebt", sagte Prof. Mackensen.  Ein Thema des Kongresses ist die Übertragung von Immunzellen (sogenannten T-Lymphozyten), die zuvor im Reagenzglas stimuliert und vermehrt wurden. Ebenso werden erste klinische Ergebnisse zum genetischen Transfer von tumorspezifischen Rezeptoren auf Immunzellen, die bei Patienten mit Leukämien sehr erfolgreich verlaufen sind, präsentiert. Weitere Themen des ersten Kongresstags sind bildgebende Verfahren bei der Zelltherapie, die das Verhalten der Zellen im Körper visualisieren sollen.

Auch für den zweiten Kongresstag konnte ein spannendes Programm zusammengestellt werden: Themenschwerpunkte sind sogenannte regulatorische Immunzellen, die in der Lage sind, unerwünschte Immunreaktionen, z. B. bei Autoimmunerkrankungen, bzw. Abstoßungsreaktionen nach Organ- oder Stammzelltransplantation zu unterdrücken sowie die Herstellung von Impfstoffen zur Behandlung bösartiger Erkrankungen.

"Die hohe wissenschaftliche Qualität der Poster-Präsentationen des 7. Internationalen Zelltherapie-Symposiums ist besonders hervorzuheben", sagte Prof. Mackensen. Insgesamt werden 100 Poster von internationalen Wissenschaftlern präsentiert. "Das Symposium wird insbesondere von jungen Forschern wegen seiner hohen wissenschaftlichen Qualität, aber auch wegen seiner persönlichen Atmosphäre sehr geschätzt", so der Kongressleiter. Weitere Informationen zum wissenschaftlichen Programm unter: www.cellular-therapy.de

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Mackensen
Telefon: 09131 85-35955
E-Mail: andreas.mackensenatuk-erlangen.de

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