AG Gary/Aigner

Medizin 5

Direktor:
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen

Arbeitsgruppe Zelluläre Immuntherapie

Team der AG Gary/Aigner und AG Völkl


Mitarbeiter: Dr. Michael Aigner, Carolin Strobl, Stefanie Schaffer, Dr. Regina Gary, Stephanie Moi, Prof. Dr. Andreas Mackensen

Die Arbeitsgruppe von Dr. Regina Gary und Dr. Michael Aigner beschäftigt sich mit der Erforschung neuer zellulärer Behandlungsmethoden; Forschungsschwerpunkt ist insbesondere die Verbesserung und Weiterentwicklung der T‑Zell-Immuntherapie.

Adoptiver T-Zell Transfer

Die adoptive zelluläre Immuntherapie gegen Tumore verfolgt das Ziel der Elimination bösartiger Zellen durch die Übertragung von Immunzellen. Eine eindrucksvolle Bestätigung der Wirksamkeit transferierter Lymphozyten liefert die allogene Stammzelltransplantation (SZT), entweder in Form einer Knochenmarkstransplantation oder als Transfer von peripher gesammelten Stammzellen nach G-CSF Mobilisierung des Stammzellspenders. Bei akuten und besonders chronischen myeloischen Leukämien (CML) ist die Spender-gegen-Leukämie Reaktion, die überwiegend von T-Lymphozyten vermittelt wird, das zentrale therapeutische Prinzip der SZT.

Die ersten klinischen Prüfungen zum adoptiven Lymphozyten-Transfer zeigen in der Tat eine therapeutische Beeinflussung des Tumorwachstums. Bislang ist allerdings die therapeutische Effektivität begrenzt, so dass eine Weiterentwicklung der bestehenden Ansätze notwendig ist und neuartige Verfahren etabliert werden müssen.

Darüber hinaus sind T-Lymphozyten an der Kontrolle viraler Erkrankungen entscheidend beteiligt. Gerade im ersten Zeitraum nach einer SZT verfügen Patienten oft nicht über einen ausreichenden Immunschutz, was zur Entwicklung oft schwerwiegender und schwierig zu behandelnder Infektionen mit z.B. Cytomegalie-Viren (CMV) oder Eppstein-Barr-Viren (EBV) führt.

Unser Ziel ist die Selektion und Vermehrung von T-Lymphozyten unter den sog. Good Manufacturing Practice (GMP) Richtlinien, die einen Einsatz von solchen Zellprodukten im Rahmen klinischer Prüfungen erlauben. So arbeiten wir an neuen Strategien, um die Antigenspezifität sowie die Funktion der in vitro vermehrten T‑Lymphozyten zu verbessern.

Wir konnten bereits ein Verfahren entwickeln, dass uns erlaubt, CMV/EBV-reaktive T-Zellen zur Verhinderung und Behandlung von Virus-Erkrankung nach SZT im Rahmen einer klinischen Prüfung (Phase I/IIa) anzuwenden und zu untersuchen.

Tumormetabolismus

Tumoren entwickeln verschiedene Mechanismen, um der Kontrolle des Immunsystems zu entkommen. Dabei inaktivieren sie entweder spezifische Immuneffektorzellen oder verhindern die Aktivierung von potentiell antitumoralen Effektormechanismen. Es gibt vielfältige bekannte „Immune Escape“ Mechanismen, die sich gegen eine T-Zell-vermittelte Immunantwort richten. Die Erforschung des Tumormetabolismus und dessen Wirkung auf das adaptive Immunsystem ist in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses in der Tumorimmunologie gerückt. Es ist beispielsweise bekannt, dass in der hypoxischen Umgebung eines Tumors vermehrt über aerobe Glykolyse produzierte Milchsäure die T-Zellaktivität stark beeinträchtigt, was zu einer deutlich reduzierten zytotoxischen Funktion führt. Aktuell arbeiten wir an der Analyse weiterer Tumormetaboliten und den Mechanismen der hemmenden Wirkung gegenüber von Immunzellen, um dadurch deren Wirksamkeit im Rahmen von T-Zell Therapien verbessern zu können

Langfristig sollen die gewonnenen Ergebnisse in Form einer adoptiven T-Zelltherapie umgesetzt werden und therapeutisch in einer neuen klinischen Prüfung zur Behandlung von Patienten mit malignen Erkrankungen Anwendung finden.

Die Arbeiten werden durch die DFG im Rahmen des SFB 643 und der KFO 262 gefördert, durch das BayImmNet und durch ELAN.

 
Ansprechpartner
Dr. rer. nat. Regina Gary
DECT: 09131 85-43162
E-Mail: regina.gary@uk-erlangen.de
Visitenkarte
Dr. Michael Aigner
DECT: 09131 85-43160
E-Mail: michael.aigner@uk-erlangen.de
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