AG Resheq

Medizin 5

Direktor:
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen

AG Resheq

Mitarbeiter: Dr. Yazid Resheq, Ann-Katrin Menzner

Unsere junge Arbeitsgruppe beschäftigt sich u.a. mit der Rolle von Wasserstoffperoxid für Funktion und Differenzierung von humanen monozytären Zellen während der Abwehr von Tumoren. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Wasserstoffperoxid, was im Rahmen einer gesteigerten Stoffwechselaktivität von Tumoren gebildet wird, die Immunantwort von beispielsweise T-Lymphozyten schwächen kann und somit Tumoren vor ihrer Rejektion schützt (sog. Tumour-Immune-Escape). Paradoxer Weise können derartige Sauerstoffradikale aber auch für Tumoren schädlich sein, weshalb sie nicht selten in hohem Maße entgiftende Enzyme wie Katalase bilden. In einer Pilotstudie konnten wir belegen, dass die Rolle von Wasserstoffperoxid komplex ist, da insbesondere monozytäre Zellen für ihre Funktion und Differenzierung Wasserstoffperoxid benötigen. In einem Experiment mit hepatischen Sternzellen konnten wir erstmal zeigen, dass die Kontakt-abhängige Depletion von Wasserstoffperoxid mittels Katalase, eine Differenzierung von Monozyten zu sog. Myeloiden Suppressorzellen bewirkt (MDSC), die wiederum als stark immunsuppressive Zellen bei verschiedenen Tumoren beschrieben wurden. In weiterführenden Studien soll basierend auf diesen Ergebnissen nunmehr geklärt werden, in wie weit Tumoren derartige Mechanismen nutzen, um die Differenzierung von monozytären Immunzellen in ihrem Sinne zu beeinflussen, z.B. durch die Induktion von tolerogenen dendritischen Zellen.

Darüber hinaus befassen wir uns mit der Beeinflussung peritumoraler Endothelien durch Tumoren und deren Folgen für die transendotheliale Rekrutierung von Immunzellen und konsekutiv die Rejektion der Tumoren. Hierzu nutzen wir in Kooperation mit dem MBT und dem OICE sog. Fluss-basierte Adhäsions-Systeme, die unter Nutzung primärer Endothelien und Einbeziehung von Scheerstress in der Lage sind, die komplexe Kaskade der Transmigration in-vitro akkurat nachzustellen. Besonders erwähnenswert ist, dass diese Technik es ermöglicht, die kritischen Schritte der Transmigration von Immunzellen in Echtzeit zu visualisieren und somit ein sehr genaues Bild einer möglichen Beeinflussung der Transmigration zu liefern. Beispielsweise waren wir mittels dieser Technik in einer Vorstudie in der Lage zu zeigen, dass hepatische Sinus-Endothelien humane inflammatorische Monozyten wieder ausschleusen können, wodurch die Inflammation im hepatischen Kompartiment begrenzt wird. Aktuell arbeiten wir an einer vollen Automatisierung dieser Technik und untersuchen in Kooperation mit der Klinik für Urologie in wie weit das Nierenzellkarzinom durch Beeinflussung seiner Angiogenese auch die peritumorale Infiltration mit Immunzellen beeinflusst.

 
Ansprechpartner
Dr. med. Yazid Resheq
E-Mail: yazid.resheq@uk-erlangen.de
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