Labor für Immungenetik (HLA - Labor)
Leitung: Prof. Dr. med. Bernd Spriewald
Das Labor für Immungenetik wird als Gemeinschaftseinrichtung der Medizinischen Kliniken 3 und 5 geführt. Es ist von der European Federation for Immunogenetics (EFI) und der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) gemäß DIN EN ISO 15189 akkreditiert.
Eine der Grundaufgaben des Labors ist es, für die solide Organ-transplantation die immungenetische Organspenderdiagnostik und die immunologische Versorgung für den Eurotransplantbereich des Transplantationsverbundes Nordbayern mit den Transplantationszentren Erlangen-Nürnberg, Würzburg und Regensburg sicher zu stellen. Diese Aufgaben werden im Auftrag der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wahrgenommen.
Für den Bereich der Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation wird die immungenetische und immunologische Diagnostik für potentielle familiäre Stammzellspender und Empfänger für das KMT-Zentrum des Uniklinikums Erlangen an der Medizinischen Klinik 5 und der Kinder- und Jugendklinik durchgeführt. Neben hochauflösenden Typisierungen der HLA-Klasse I und II bietet das Labor Chimärismus-Bestimmungen nach allogener Stammzelltransplantation an.
Eine weitere Aufgabe des Labors stellt die HLA-Diagnostik im Zusammenhang mit Krankheitsassoziationen wie M.Bechterew, Rheumatoide Arthritis, Zölliakie usw. dar.
Probenmaterialgewinnung und Präanalytik
Liste akkreditierter Verfahren gemäß DIN EN ISO 15189
Alle Leistungen des Labors werden auch für externe Einsender angeboten.
Außerhalb der regulären Arbeitszeiten besteht ein 24-Stunden Bereitschaftsdienst für die Organspenderdiagnostik.
| Reguläre Öffnungszeiten | Mo bis Do: | 08:00h-16:30h |
| Fr: | 08:00h-14:30h |
Kontakt
Telefon: | 09131 85-33092 | Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung |
Fax: | 09131 85-33399 | |
Postadresse: | Krankenhausstr. 12 Laborgebäude, 4. OG 91054 Erlangen |
Beschwerdemanagement |
Anforderungsscheine und Einverständniserklärung
Allgemeine Hinweise:
HLA-Diagnostik bei solider Organtransplantation:
- Antikörperdiagnostik bei solider Organtransplantation
- Serologische Kreuzprobe bei solider Organtransplantation
- Typisierung bei solider Organtransplantation
HLA-Diagnostik bei Stammzellentransplantation:
HLA-Diagnostik bei Krankheitsassoziationen / Pharmakogenetik:
Bei externen Einsendern ist bei gesetzlich Versicherten die Anforderung (Antikörper-Diagnostik, Crossmatch, HLA-Typisierung) nur in Verbindung mit einem vollständig ausgefüllten "Laborschein 10" gültig.
Hinweis zum Gendiagnostikgesetz (GenDG)
Nach Auffassung des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Immungenetik (DGI) erfüllen HLA Untersuchungen mit dem Ziel der Kompatibilitätsfeststellung nicht die Kriterien einer diagnostischen genetischen Untersuchung nach § 3 GenDG und unterliegen somit nicht den Regelungen dieses Gesetzes. Eine entsprechende Einverständniserklärung kann selbstverständlich dennoch auch für immungenetische Untersuchungen im Rahmen der Kompatibilitätsfeststellung mitgeschickt werden.
Hinweis zum Postversand
Die Bereitstellung von Verpackungsmaterial oder eine Erstattung der Portokosten kann von unserem Labor als Teil des Universitätsklinikums nicht erfolgen. Bei Probenversand sind die gültigen Regelungen für die Beförderung von gefährlichen Stoffen und Gegenständen zu beachten.
Hinweis zu anfallenden Kosten
Die Kosten für die durchgeführten Untersuchungen des Labors für Immungenetik werden gemäß EBM (für gesetzlich Versicherte) bzw. GOÄ (für privat Versicherte) entsprechend der Leitlinien des Berufsverbandes berechnet. Sofern Untersuchungen im Rahmen interner Anforderungen durchgeführt werden, erfolgt die Abrechnung über die interne Leistungsverrechnung (weitere Informationen finden Sie im Intranet).
Hinweis zum Restrisiko
Laborergebnisse können durch viele Faktoren beeinflusst werden - neben Erkrankungen auch durch Medikamente, therapeutische Maßnahmen sowie Fehler bei Probenabnahme, Transport oder Lagerung. Auch organisatorische Risiken wie Probenverwechslungen spielen eine Rolle. Durch verpflichtende Bestätigungstypisierungen vor der Transplantation ist ein Risiko einer Fehltypisierung extrem gering. Trotz hoher Qualitätsstandards sind fehlerhafte oder verzögerte Ergebnisse nicht vollständig ausgeschlossen. Durch Qualitätssicherung, Kontrollen und enger Kommunikation zwischen Einsender und Labor werden diese Risiken stark reduziert, ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen.
| Bernd Spriewald | Ärztliche Leitung |
| Markus Luber | Stellvertretende Leitung / Leitung Forschung |
| Silvia Klöcker | Technische Leitung |
| Simone Geyer | Sekretariat HLA |
| Andrea Beyer | Technische Mitarbeiterin |
| Martina Geithner | Technische Mitarbeiterin |
| Margarethe Herber | Technische Mitarbeiterin |
| Birgit Lauer | Technische Mitarbeiterin |
| Jessica Ludwig | Technische Mitarbeiterin |
| Martin Steffen | Technischer Mitarbeiter |
| Miriam Tiedtke | Technische Mitarbeiterin |
| Heide Wiederschein | Technische Mitarbeiterin |


